
Projektinhalte
Das Projekt LUBE – Lernen, Unterstützen, Beraten, Empowern gegen Diskriminierung im Gesundheitswesen ist ein Projekt der Deutschen Aidshilfe, das durch die Unterstützung des Programms respekt*land der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ermöglicht wurde.
Das Projekt konzentriert sich auf drei Bereiche:
- Vertiefung des Wissens und Unterstützung von Berater*innen und Patientenfürsprecher*innen durch Online- und Blended-Learning-Formate zu Diskriminierung im Gesundheitssystem.
- Professionalisierung bezüglich des Umgangs mit dem Thema Diskriminierung im Gesundheitssystem – sowohl außerhalb als auch innerhalb der Strukturen des Gesundheitssystems.
- Lobbyarbeit mit dem Ziel, die Transparenz der Beschwerdestrukturen bei Diskriminierung im Gesundheitswesen zu verbessern.
Drei Hauptgruppen stehen dabei im Fokus: Menschen, die mit HIV leben, Menschen, die Rassismus erfahren/BIPoC sowie trans* und nicht-binäre Personen. Auch Überschneidungen der Diskriminierungsgründe bei Beschwerdeführer*innen werden thematisiert.
Das Projekt nahm im Mai 2023 seine Arbeit auf und läuft voraussichtlich bis Ende Juni 2025. In der ersten Phase des Projekts (Mai 2023 – Januar 2024) wurde ein E-Learning-Kurs partizipativ entwickelt. Mehr Informationen zum E-Learning sind hier zu finden.
In der zweiten Phase des Projekts (Februar 2024 – Januar 2025) stehen folgende Aktivitäten im Mittelpunkt:
Aktualisierung des E-Learning-Kurses basierend auf Rückmeldungen der Nutzer*innen sowie bei rechtlichen und thematischen Veränderungen.
Im Rahmen der Weiterentwicklung des E-Learnings werden zwei neue Module erstellt. Beide Themen wurden von Teilnehmenden des Kick-off – Meetings im August 2023, Community-Vertreter*innen und Berater*innen, die zur Entwicklung des Online-Kurses beigetragen haben, als wichtig benannt.
Das erste Modul bezieht sich auf die Beratung und Unterstützung von Menschen, die aus verschiedenen Gründen keinen Zugang zur Krankenversicherung haben und beinhaltet u.a. sowohl rechtliche Grundlagen als auch mögliche Lösungswege.
In Zusammenarbeit verschiedener Organisationen wird das zweite Modul zur fallübergreifenden Lobbyarbeit erarbeitet, ein Thema, das in der Antidiskriminierungsarbeit als essentiell wichtig erachtet wird, die Organisationen aber auch vor Herausforderungen in der Umsetzung stellt.
Durchführung von Vernetzungstreffen in den Modellregionen Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Saarland mit Vertreter*innen von Communitys und Akteur*innen in Beschwerdesystemen innerhalb und außerhalb des Gesundheitssystems zur Erarbeitung eines crossmedialen Fortbildungskonzeptes.
Erörterung struktureller Veränderungsmöglichkeiten im Gesundheitssystem auf Bundes- und Landesebene, um Diskriminierung im Gesundheitswesen entgegenzuwirken und Beschwerdesysteme transparenter zu machen.
Bewerbung des Projekts mit den Fortbildungsmodulen, um Kompetenzen im Bereich der Antidiskriminierungsarbeit zu stärken.