Deutsche AIDS-Hilfe bedauert Urteil im „Benaissa-Prozess“

26.08.2010 - 13:03
DAH Geschäftsführerin
Silke Klumb und Marianne Rademacher bedauern Urteil

Bielefeld, 26. August 2010. Das Amtsgericht Darmstadt hat heute die Sängerin zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. (DAH) bedauert das Urteil gegen die Sängerin Nadja Benaissa. Von dem Urteil gehen die falschen Botschaften aus, die der HIV-Prävention und der Emanzipation von chronisch Kranken in Deutschland Schaden zufügen werden.

Dazu erklärt Carsten Schatz, Mitglied im Bundesvorstand der DAH:

„Ich halte dieses Urteil für falsch: Es wird der HIV-Prävention dramatischen Schaden zufügen. Wir sehen die Politik nun in der Pflicht, das Strafrecht der Lebensrealität anzupassen!“

Silke Klumb, Bundesgeschäftsführerin der DAH:

"Wir alle tragen Verantwortung dafür, wie mit dem Thema HIV und Aids umgegangen wird: Daher muss jeder Einzelne dazu beitragen, dass alle Menschen über HIV sprechen und Safer Sex praktizieren können. Nur dann kann HIV-Prävention wirklich gelingen.“

Marianne Rademacher, Frauenreferentin der DAH:

„Wenn die Verhütung vor allem Frauen und HIV-Positiven einseitig zugeschrieben wird, setzen wir die gemeinsame Verantwortung zweier Menschen außer Kraft." 

In Bielefeld kommen ab heute auf den „Positiven Begegnungen“ 500 Vertreterinnen und Vertreter der HIV-Selbsthilfe zur größten Konferenz in Europa zusammen.

Gut zu wissen: www.aidshilfe.de

Presseanfragen richten Sie bitte an: mail@litwinschuh.de, Tel. 0177-28 22 581

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49 Kommentare Bitte melden Sie sich an, um Kommentare zu schreiben

  • Kommentar Nr.1

    achja

    schrieb am26.08.2010 - 15:32

    Ich kann die Forderung nach einem kompletten Freispruch der DAH nicht ganz verstehen da ja auch Fr. Benaisa ihren Fehler eingeräumt hat und zugegeben, sich falsch verhalten zu haben. Die Hetzkampagne der Staatsanwaltschaft und der Medien sind allerdings nicht zu entschuldigen. Ein wirklich schwieriges Thema
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  • Kommentar Nr.2

    hmm

    schrieb am26.08.2010 - 15:50

    Das ist ja wohl der Witz. Ich habe überhaupt kein Verständnis für ein solch mildes Urteil. Natürlich ist der Schutz immer Sache eines jeden einzelnen. Wenn aber einer definitiv weiss, dass er positiv ist ... und dann nichts sagt und wissentlich die Folgen in Kauf nimmt. Das ist ja wohl eine ganz andere Nummer. Hier wird der Eindruck erweckt, dass das Opfer selbst schuld wäre. Was ist das schäbig! Ohne zu wissen was er hat, steckt er dann wass weis ich noch wie viele andere an. Netterweise hat er dann, gleich nach Kenntnis seiner Infektion, alle anderen möglichen involvierten Personen informiert. Frau Benaissa war das im Gegenteil völlig egal. Es ist auch nur Glück, dass nicht noch mehr passiert ist. 5 Jahre wären durchaus OK gewesen. Da wär Sie dann nach 3 Jahren raus. Aber Bewährung ist schon ein hartes Stück!
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  • Kommentar Nr.3

    Torsten

    schrieb am26.08.2010 - 16:58

    Einfach unfassbar. Ich muss schon sagen, dass es mich über alle Maße schockt, wie die Deutsche AIDS-Hilfe die Verurteilung von Benaissa auch noch bedauert. Wer sonst, außer ihr, sollte denn Ihrer Meinung nach zur Verantwortung gezogen werden? "Die Gesellschaft"? Aha, in Ordnung. Seien wir also künftig konsequent: Lassen Sie uns doch einfach ab sofort alle begangenen Straftaten auf eine unglückliche Kindheit, eine "böse Gesellschaft" etc. abwälzen und alle sind fein raus. Soweit ist es , dass Menschen, die wissentlich andere Menschen mit HIV anstecken, im Nachhinein zum eigentlichen Opfer geredet werden sollen. Diese Frau trägt Verantwortung für ihr Handeln - nicht die Gesellschaft! Was für ein Hohn für die Menschen, die unwissentlich von anderen angesteckt werden und vor allem anderen - was für ein falsches Signal! Eine der letzten deutschen Journalistinnen, Gisela Friedrichsen, bringt es in ihrem Artikel "Zwiespältige Botschaft" auf Spiegel Online, vom 26.08.2010, auf den Punkt; was eigentlich Aufgabe der Deutschen AIDS-Hilfe wäre. Diese aber hat sich in meinen Augen durch die getätigten Aussagen weitestgehend selbst diskreditiert. Mit freundlichen Grüßen, Torsten Müller
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    • Dirk

      antwortete am 27.08.2010 - 14:01

      Die Deutsche Aids-Hilfe hat in der Konsequenz nichts anderes gesagt als Frau Friederichsen in ihrem wunderbaren Artikel. Das Urteil setzt fatale Signale. Das Gericht suggeriert, dass man sich schon drauf verlassen kann, dass ein eventueller positiver Sexpartner vor dem Sex darauf hinweisen wird. Dazu müsste die Krankheit aber erstmal entstigmatisiert sein. Das Urteil tut genau das Gegenteil. Was gar nicht berücksichtigt wurde ist auch, dass HIV heute gut behandelt einer chronischen Erkrankung gleich kommt, mit normalen Lebenserwartungen. Was ist mit anderen wissenschaftlichen Gutachtern (z.B. Stürmer aus Hamburg), die sagen, dass man nach so langer Zeit die Transmissionbei einer mit HIV-Medikamenten behandelten Patientin nicht mehr nachweisen kann. Wie ist die Staatsanwalt eigentlich an das Genmaterial von Frau B. gekommen? Nein, hier sind wir Zeugen eines ganz üblen Schauprozesses geworden, der mit der Festnahme durch einen eitlen Provinz-Staatsanwalt begonnen hat. Es gibt vele eitle Zeitgenossen, die glauben, dass man durch Strafandrohung oder Bestrafung HIV-Übertragungen verhindern kann. Das sind allerdings reine Machtphantasien, sie bewirken genau das Gegenteil.

  • Kommentar Nr.4

    lichtpunkt

    schrieb am26.08.2010 - 17:07

    Also ehrlich. Ich halte die Haltung der Aidshilfe für einen schlechten Scherz. Zitat: "Es wird der HIV-Prävention dramatischen Schaden zufügen." Alleine mit der Haltung, Zitat: "Wenn die Verhütung vor allem Frauen und HIV-Positiven einseitig zugeschrieben wird, setzen wir die gemeinsame Verantwortung zweier Menschen außer Kraft" hat sich die Aidshilfe einen Bärendienst bewiesen. Schwere Krankheiten unter das Volk bringen ist weder ein Menschenrecht noch hat dies irgendwie in irgendeiner Form mit Gleichberechtigung zu tun. Jeder Mensch hat nicht nur Verantwortung für sich, sondern auch immer für andere. Offensichtlich ist die Aidshilfe der Auffassung dass Dummheit, Naivität oder Ahnungslosigkeit mit Ansteckung bestraft werden sollte. Wenn ich von einer Krankheit des potentiellen Partners weiß habe ich verdammt nochmal das Recht darauf selbst zu entscheiden ob es mir das Risiko wert ist. Der Mann hätte MIT SICHERHEIT ein Kondom gezückt, wenn er davon gewußt hätte. Oder aber ganz auf Sex verzichtet. Hier von "Lebensrealität" zu sprechen ist an Zynismus kaum zu übertreffen. Niemand hat das Recht andere wissentlich mit in sein Schicksal und evtl. sein Verderben reinzuziehen. Ich kann über so eine Haltung, wie vermutlich die Mehrheit der User, nur den Kopf schütteln...
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  • Kommentar Nr.5

    Lissi

    schrieb am26.08.2010 - 17:21

    So einen Schwachsinn hätte ich von der Aidshilfe nicht erwartet. Niemand, auch das Gericht nicht, hat etwas davon gesagt, dass die Verhütung "vor allem Frauen und HIV-Positiven einseitig zugeschrieben wird". Niemand stellt infrage, dass auch das Opfer in diesem Falle dafür hätte sorgen müssen, dass verhütet wird. Der Punkt ist, dass Frau Benaissa von ihrer Infektion WUSSTE und trotzdem ungeschützten Sex hatte. Das ist und bleibt gefährliche Körperverletzung im Falle einer Infektion des Partners. Und dafür sind 2 Jahre auf Bewährung verdammt mild! Niemand käme auf den Gedanken, einem Überfallsopfer zum Vorwurf zu machen, sich nicht besser gegen den Angriff gewehrt zu haben.
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  • Kommentar Nr.6

    Michaelhenke

    schrieb am26.08.2010 - 17:34

    Tja Schaden für die Aids-Hilfe hat es auf jeden Fall gegeben ! Ich für meinen Teil werde meine Spendenbeiträge(waren zwar nicht hoch aber doch regelmäßig) einstellen! Mit dieser Pressemitteilung haben die sich ins eigenne Knie geschossen!!!! Glauben konnte ich heute morgen nicht was ich gelesen hab! Ich dachte immer die Aids Hilfe fordert weniger Ab-und Ausgrenzung! !Aber hier wird eine Frau ,welche alle Schuld bereits selber auf sich genommen hat ,als Opfer beklagt! Täter bleibt Täter! Da beißt die Maus keinen Faden ab! Natürlich kümmert meine Meinung keinen von der Aids Hilfe aber ich glaube das jetzt viele Spender nochmal überdenken wo Ihr Geld eigentlich hinfließt!
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  • Kommentar Nr.7

    unglaublich

    schrieb am26.08.2010 - 17:57

    Unglaublich!!! Dieses Statement und diese Einstellung ist nicht zu fassen. Von mir ab sofort ein klares Nein zur "Deutschen Aids Hilfe"! So etwas muss man in allen sozialen Netzwerken publik machen, da eine Organisation mit so einer Haltung nicht unterstüzt werden darf. Und da ich so etwas nicht vertreten kann, gibt es von mir auch keine Spenden mehr.
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  • Kommentar Nr.8

    boomart

    schrieb am26.08.2010 - 18:20

    Wie kann man einen Sachverhalt so verzerrt wahrnehmen, Frau Rademacher etc.! Ihre Aussage geht komplett am Thema vorbei! Es ist doch unglaublich einen Freispruch für eine vorsätzliche Ansteckung mit einem tödlichen Virus zu fordern! Ich bin entsetzt! Wo gibt es denn so etwas? Niemand kann mir erzählen, dass Frau Benaissa nicht gewusst hat, dass der Erreger genau so übertragen wird! Das ist absolut lächerlich! Meiner Meinung nach ist die Strafe ebenfalls lächerlich bzw. ist das gar keine! Ich könnte mich echt aufregen über diese verdammte "Aids-Hilfe"!
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    • Dirk

      antwortete am 27.08.2010 - 14:07

      Es handelt sich nicht um einen "tödlichen Virus". HIV ist heute gut behandelbar, mit normalen Lebenserwartungen. Frau Benaissa ist schon seit Jahren HIVpositiv. Ihr Körper wurde vor vielen Jahren durch den "tödlichen Virus" verletzt. Sieht sie denn so aus, als ob sie gleich vom Stuhl fallen würde? Nein. Also bitte! Mässigen Sie sich.

  • Kommentar Nr.9

    Michaelhenke

    schrieb am26.08.2010 - 19:39

    Würde bei einem Freispruch eine"positive Botschaft" rüberkommen???? Irre was die Aids Hilfe da versucht zu erklären! Vor kurzer Zeit würde ein Kinderschänder verurteilt! Ich denke bei solchen Urteilen kommt auch eine "falsche Botschaft " rüber IRONIE !!!!!!!!!!!!!!!
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    • Dirk

      antwortete am 27.08.2010 - 14:12

      Ja! Die Botschaft wäre, dass beim Sex immer zwei Leute (manchmal auch mehr) am Start sind. Jeder sollte wissen, wie man sich schützen kann. Die Eigenverantwortung darf man nicht an der Schlafzimmertür ablegen. Nun aber lautet das fatale Signal: Verlasst Euch drauf, dass Euch der Partner schon sagen wird, ob er HIVpositiv ist. Und vögelt munter ohne Schutz. Falls ihr doch positiv werdet, veranstalten wir mit dem infizierenden Partner den näxchsten Schauprozess. So naiv kann wohl nur ein Jurist sein.

  • o_p_i

    schrieb am26.08.2010 - 21:47

    Einer neuen Beziehung eine wichtige, bzw. in diesem Fall sogar gefährliche, Tatsache zu verheimlichen, um besser Spaß haben zu können, ist in Ordnung? Komisch, ich habe eine andere Vorstellung von Beziehungen. Mit an erster Stelle stehen Offenheit und Ehrlichkeit, nicht aber Verheimlichen. Nun, der Eindruck, dass viele AIDS-Kranke zu den Rücksichtslosen in dieser Gesellschaft gehören (einige Ansteckungs-Opfer mal ausgenommen), erhärtet sich durch diesen Fall nur. Und Ihre Kommentare sorgen noch dafür, dass solche Leute noch eine Bestätigung für ihr rücksichtsloses Handeln bekommen. Nun, mir sind Ihre Kommentare eine Lehre. Spenden für AIDS-Kranke wird es von mir nicht mehr geben, diese Moral- und Gedankenwelt, die sich bei dem Personenkreis abzeichnet, lehne ich vollkommen ab.
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    • Dirk

      antwortete am 27.08.2010 - 14:20

      Sie übersehen, dass Frau Benaissa ja auch ein Opfer ist. Das Urteil bestätigt ja gerade die, die sich gedankenlos durch die Welt vögeln wollen. Die Stigmatisierung HIVpositiver, die durch diesen infamen Schauprozess und das Urteil noch mal verstärkt wurde, verhindert ja gerade die von Ihnen geforderte Offenheit und Ehrlichkeit.

  • o_p_i

    schrieb am26.08.2010 - 21:55

    Kosten: Ach ja, noch eine Kleinigkeit: wie nett, dass die Allgemeinheit die Kosten für die Behandlung des absichtlich Angesteckten tragen darf,. In Abwandlung eines alt-sozialistischen Vorwurfs heißt das: den Spaß privatisieren, die Kosten für rücksichtsloses Handeln sozialisieren. DIe arbeitende Bevölkerung sagt: Danke; NEIN-Danke! Oder meinten Sie mit "Strafrecht der Lebensrealität anzupassen", dass der Täter endlich die Haftung übernehmen sollte.
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    • alivenkickn

      antwortete am 01.09.2010 - 09:14

      aber das verletzen das durch den einsatz unserer soldaten in afghanistan erfolgt, das von der solidar gesellschaft finanziert wird, ist natürlich in ordnung. schließlich müssen wir ja unsere grenzen in - zu afghanistan schützen. DAS ist absurd.

  • Samuel

    schrieb am26.08.2010 - 22:54

    Als Ehemaliger Aktivist in der Selbsthilfe für HIV-Positive ist es ein HOHN Kommentare von Menschen zu lesen die es scheinbar so viel besser Wissen. Die Groß vom Rückzug als Spender sprechen und von Verantwortung und Strafe. Da kommt doch eine früher Gedanke im Umgang mit HIV durch - Wegschließen. Ich denke KeineR der hier Kommentierenden weiß was es heißt hiv-positiv zu sein? Vor sich und seinem Gewissen vielleicht die Ausgrenzung oder die Angst der Ausgrenzung einzuräumen oder zu erleben. Ich erwarte keine Bedauerung sondern Verständnis! So schätze ich, das alle vor mir Kommentierenden im jeden Zuge der schönsten Nebensache oder auch Hauptsache des Lebens (SEX) sagen was für gesundheitliche Einschränkungen sie/er gerade mitführen oder durchgemacht haben. Jede/Jeder wird vor dem Akt freigiebig über seinen Serostatus reden um endlich zur Sache kommen zu können. Aber was ist wenn die Freude über Nähe, Geborgenheit und Geilheit überwiegt. Mann/ Frau kopflos sich der Lust hingibt? Zügellos! Muss ich als PosithiveR dann vernünftiger sein als die/der vermeintlich Negative? Nur weil sie/er nicht von ihren/seinen eigen Infektionen weiß oder es gar wissen will. Zum Sex gehören immer zwei (mindestens) so trägt jede/jeder seine Verantwortung im Risikomanagement. Das eine bleibt festzuhalten der erworbene HI-Virus macht nicht vernünftiger, verantwortungsbewusster oder einsichtiger für sich selber oder die Gesellschaft in der die Person überlebt. Bis zu 16.000 Menschen sterben in der BRD jährlich an der "echten Grippe" (Influenza). Die Influenza-Grippe ist eine lebensbedrohliche Virus-Infektion. Wer trägt dafür die Verantwortung?
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    • Michaelhenke

      antwortete am 26.08.2010 - 23:13

      Hallo Samuel Leider glaube ich nicht das Sie die Meinungen die hier stehen richtig gelesen haben! KEINER hat was von wegschließen o.ä. geschrieben!Es ist aber nun mal Tasache das ein Mensch dem anderen wissentlich das Leben zerstört hat.Es wurde absichtlich mit der Gesundheit eies anderen gespielt! Wie das passiert ist eigentlich egal! Jeder Mensch sollte selber Entscheiden ob er sich mit einem/einer HIV Invizierten ins Bett legen will oder nicht! Es ist eine Pflicht der Menschlichkeit bei Sex den anderen zu warnen!Was ist den wenn der anderes nie erfahren hätte das er sich mit Aids infiziert hat und deswegen stirbt!.Ich glaube in dem einen Fall hat der Geschädigte es nur durch Zufall erfahren!Zwar ist es dann kein Mord aber mindestens Unfall mit Todesfolge (ich bin kein Jurist). Wäre es nicht angebracht auch an sowas mal zu denken???? Und was das Thema "Geilheit" betrifft von der Sie geschrieben haben: Das ist ja auf keien Fall eine Entschuldigung!Sonst würden allle Vergewaltiger ja wohl auch auf freiem Fuß,oder?

    • Michaelhenke

      antwortete am 26.08.2010 - 23:20

      Ach ja noch was! Ich weiß natürlich nicht wie es ist ein HIV Träger zu sein!Aber trotzdem weiß ich was gesunder Menschenverstand ist!Dazu gehört auch Verantwortungsbewustsein! Gerade weil die HIV Infiziertten wissen was Sache ist hätte ich von denen mehr Vernunft erwartet! Wer nicht ausgegrenzt werden will muß auch seien eigenen Teil dazu Beitragen!!! Dieses Urteil von heute hilft den HIV Infizierten mehr als vieleich auf den ersten Blick zu sehen ist! Sie werden genauso behandelt wie jeder andere auch !Und zwar mit allen Rechten und Pflichten!

    • lichtpunkt

      antwortete am 27.08.2010 - 09:40

      Das ist doch bloß rumdiskutiererei um den heißen Brei. Man kann auch ohne HIV zu haben verstehen dass eine Ausgrenzung bzw. Offenbarung gegenüber eines "Negativen" mit Sicherheit kein leichter Schritt ist. Man hat ja auch noch ein paar andere Möglichkeiten. Als HIV-Positiver kann man auf Verhütung BESTEHEN auch ohne dass man zugibt HIV-Positiv zu sein. Sie hat es nicht getan, und das mit Sicherheit aus purem egoistischem Antrieb. Nur weil man geil ist bedeutet dass nicht das man das letzte Fünkchen Verstand ausblendet und nur noch zu 100% ans rammeln denkt. Und selbst wenn wird man nicht von einer zur nächsten Sekunde scharf sondern hat davor noch ein paar klare Momente. Wer diese nicht nutzt um kurz an Verhütung zu denken um einen anderen diese schwere Bürde nicht aufzuladen ist in meinen Augen ein durch Egoismus und Gleichgültigkeit motivierter Straftäter. Und die Diskussion was genau aus medizinischer Sicht HIV ist, gehört hier nicht her. Das diese Krankheit de facto unheilbar ist, ist eine Tatsache. Ebenfalls ist es eine Tatsache das jeder Mensch der diese Krankheit hat unter großem Leidensdruck steht, sein Leben lang Angst hat und Medikamente einnehmen muß. Soetwas mit ner Grippe gleichzusetzen ist schon etwas daneben. Zumal der Krankheitsverlauf, Ansteckungswege, Heilungschancen völlig anderere sind.

    • lichtpunkt

      antwortete am 27.08.2010 - 09:48

      P.S. Warum gibts hier eigentlich keine Korrekturfunktion, ich bitte meine vielen üblen RS/G - Fehler zu ignorieren, hab leider nicht vor dem Posten noch mal drüber gelesen ;o)

    • unglaublich

      antwortete am 30.08.2010 - 09:27

      "Muss ich als PosithiveR dann vernünftiger sein als die/der vermeintlich Negative?" Ja, das muss er. Schon aus dem Wissen heraus, dass er weiß wie es ist positiv zu sein und das ein "normales" Leben nach einer Infektion unmöglich ist. Die Deutsche Aidshilfe verharmlost eine Infektion und hat sich somit selbst überflüssig gemacht.

  • Domage

    schrieb am26.08.2010 - 23:36

    Jeder weiß (normaler Weise) das man sich durch GV anstecken kann. Das Risiko, bei ungeschützten Verkehr gehe ich dann ganz bewusst ein! Jeder ist für sein handeln selber verantwortlich. PUNKT! Was ich verurteile ist aber die Tatsache das Frau Nadja Benaissa ja von dieser Krankheit wusste. Aus diesem Gesichtspunkt finde ich das Urteil viel zu milde... Wenn ich eine Erkrankung habe und sei es Windpocken oder Gürtelrose dann weiß ich das es hoch ansteckend ist und halte mich von Menschen fern wenn ich ihnen durch einen Kontakt Schaden zufügen könnte. Kann man DAS von einem (besonders ansteckend) Erkrankten denn nicht erwarten? Ich sehe im Miteinander so etwas wie Fürsorgepflicht im Umgang miteinander, das jemand der eine ansteckende Krankheit hat alles tut um seinen Gegenüber nicht zu Schaden kommen zu lassen. Bevor es jemand meint... Nein ich stehe voll dahinter besonders den HIV Infizierten ein normales Leben zu ermöglichen. Sie gehören genauso zu meinem Lebensumfeld wie "gesunde" Menschen, ein guter Bekannter ist HIV Positiv und Teil meines Lebens!
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  • Samuel

    schrieb am26.08.2010 - 23:44

    Ich schrieb von von einem Gedanken der duchkommt-somit ein Klang ... Egal .. Was ist Tatsache? Zwei Menschen hatten Sex miteinander! Wer hat wessen Leben zerstört? Warum? Was ist Leben? Was ist die Zerstörung dessen? Das ist eine eher philosophiosche Annäherung. Mein persönliches Leben ist trotz HIV nicht zwerstört - Stigmatiesiert ja aber nicht zwerstört. Die Künstlerin hat trotz Infektion eine harte Karriere absolviert! Zur eigenen Verantwortung gehört das man sich (egoistisch) selbst schützt! Die Verantwortung -aus waum auch immer - nicht aus den Händen gibt! Von welcher Pflicht sprechen Sie? Auf welche Menschlichkeit berufen Sie sich gerade? Die des Gut-Menschen? Welchen gesunden Menschenverstand verfolgen Sie? Welches Recht geben Sie vermeintlich Negativen zum Urteilen? Sofern man sich an alle gängigen Regeln des "Safer Sex" hält besteht keine Gefahr! Man infiziert sich mit dem HI Virus daraus resultiert ein Stdium von Krankeiten die dann Aids definieren. Aufschluss finden SIe hier auf den Seiten. Um Begrifflichkeiten zu klärenn. Gefährliches juristisches Halbwissen ist fast so wenig eine Entschuldigung wie vielleicht geilheit.
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    • Michaelhenke

      antwortete am 27.08.2010 - 16:39

      Wessen Leben zerstört wurde? Natürlich das Leben von dem der jetzt HIV Positiv ist! Das hat das Opfer selber gesagt!

    • Michaelhenke

      antwortete am 27.08.2010 - 16:49

      Außerdem wußste Benaissa das sie etwas falsches tut! Warum hat sie andere Partner den vorgewarnt???? Das zeigt nur das Ihr ganz genau klar war wie gefährlich ihr handeln war!!! Allein dafür müßte sie ins Gefängnis gesteckt werden! Und ich sage es nochmal :Nicht ins Gefängnis weil sie positiv ist sondern weil sie einen anderen das Leben zerstört hat! Es wurde einfach in Kauf genommen!Ob durch Aids oder z.B. durch rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr(z.B jemand fährt jemanden anderen mit Absicht über den Haufen)Ab in den Knast.Das nenne ich Gleichbehandlung und nicht AUsgrenzung!

  • Samuel

    schrieb am26.08.2010 - 23:48

    in einem Alten Buch steht ... wer ohne ... werfe den ersten ..
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    • hmm

      antwortete am 27.08.2010 - 09:02

      Bitte kommen Sie mir nicht mit diesem Buch. Das ist schlechte Literatur! Wo kämen wir da hin, wenn man alles wörtlich nimmt was dort geschrieben steht ...

    • Michaelhenke

      antwortete am 27.08.2010 - 16:50

      Es steht auch: Auge um Auge ,Zahn um Zahn

  • Yerkiddin

    schrieb am27.08.2010 - 13:33

    „Wenn die Verhütung vor allem Frauen und HIV-Positiven einseitig zugeschrieben wird, setzen wir die gemeinsame Verantwortung zweier Menschen außer Kraft." wegen schwangerschaft.. Ja.. wegen misbrauch.. JA!! wegen Vergewaltigung.. Verdamt JA!! aber Wegen sex mit einem dass HIV-Positiv ist und DIR NICHT SAGT!?! Bis du KRANK??
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  • Dirk

    schrieb am27.08.2010 - 14:29

    Das alte Buch lassen wir mal raus. Aber: Wer bisher immer bei aller Leidenschaft und Geilheit konsequent und verantwortungsvoll auf Kondomen bestanden hat und sich immer geschützt hat, der werfe doch den ersten Stein auf Frau Benaissa. Alle anderen sollen schweigen in Demut! Amen!
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    • unglaublich

      antwortete am 30.08.2010 - 09:29

      So ein Blödsinn!

  • lichtpunkt

    schrieb am27.08.2010 - 23:06

    @Dirk Deine vielzitierte Eigenverantwortung... Jemand der mit einer lebensgefährlichen Krankheit infiziert ist läuft mit einer biologischen scharfen Waffe durch die Gegend. Er kann andere damit verletzen. Das ist ein FAKT und keine Stimmungsmache gegen HIV-positive. Sicher würde man eher Verständnis haben für die Frau wenn sie wenigstens auf Verhütung bestanden hätte. Man kann doch nicht einfach denken, ach scheiss drauf, wenn er kein Kondom dabei hat oder benutzt, PECH gehabt, soll er halt sein Leben lang darunter LEIDEN und BÜSSEN. Es ist eine Unverschämtheit von der Aidshilfe zu behaupten das Menschen die andere in für sie gefährliche Situationen bringen nur zu 50% Verantwortung tragen sollen, ja gar hier sogar stellenweise gänzlich von Schuldfreiheit zu reden. Was ist wenn dieser Mann nun auch noch andere angesteckt hätte, was wäre wenn er verheiratet wäre und in der Ehe generell, wie es oft vorkommt, auf Kondome verzichtet? Ist der Ehepartner dann auch schuld wenn er nicht verhütet?!!! Vor allem weil der Angesteckte nicht einmal weiß das er sich infiziert hat, ja es gar nicht wissen konnte! Und dieses Argument das HIV nicht das erste Stadium einer tödlichen Krankheit ist, Dirk, dann sage mir doch, an was sterben die 2 Millionen infizierten Menschen denn jährlich? Wenn HIV nicht ein LEBEN lang mit mehr oder weniger schweren Medikamenten behandelt wird, nimmt es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein tödliches Ende mit AIDS. Diese Frau hat sich und andere durch ihre egoistische Einstellung ruiniert, Leben kaputt gemacht und es nicht nur bei einem versucht sondern gleich bei mehreren. HIV zu haben bedeutet nicht nur sein Leben lang schwere Medikamente und Nebenwirkungen derselben erleiden zu müssen, es bedeutet wie jeder HIV Positive leider auch weiß ein Leben lang soziale Ausgrenzung. Und soetwas tut man einem Mitmenschen nicht für ein paar Minuten(!) Spaß an. Dafür gibt es einfach keine Entschuldigung. Vor allem weil sich keiner unbedingt offenbaren muß. Es ist verdammt nochmal die Pflicht eines jeden Menschen andere nicht bewußt zu schädigen. Vor allem nicht wenn es derjenige so EINFACH in der Hand hat eine Entscheidung zu treffen deren WAHREN Hintergrund der Sexpartner nicht mal erfahren muß. Der sonst einen in seinen Augen vorerst kleinen Fehltritt beginnt der ihn und alle die ihn kennen und lieben bis an sein Lebensende verfolgen wird.
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    • erschrocken

      antwortete am 28.08.2010 - 00:49

      könnten wir bitte auf den begriff "waffe" verzichten? das halte ich für unsachlich.

    • lichtpunkt

      antwortete am 28.08.2010 - 01:12

      Der Begriff Waffe in Bezug auf HIV ist in der Tat übertrieben, nehme es auch gerne zurück. Sorry...

    • alivenkickn

      antwortete am 01.09.2010 - 08:30

      sehr geehrte herr, frau oder wie auch immer lichtpunkt Jemand der mit einer lebensgefährlichen Krankheit infiziert ist läuft mit einer biologischen scharfen Waffe durch die Gegend. MIT dieser Aussage haben sie sich aber sowas von disqualifiziert, mehr geht gar nicht. Zur Auffrischung ihres Kenntnisstandes - falls er jemals vorhanden war . . . . Eine solche Formulierung ist nicht nur übetrieben sie ist wie wir in Frankfurt sagen "völlisch neber de Kapp". Biologische Waffen sind Massenvernichtungswaffen, bei denen Krankheitserreger oder natürliche Giftstoffe (Toxine) gezielt als Waffe eingesetzt werden

  • erschrocken

    schrieb am28.08.2010 - 00:46

    ich bin ein wenig erschrocken über die kommentare hier und auch sonst im netz. trage ich als HIV+ eine verantwortung? eindeutig ja. trägt ein potentieller sexualpartner eine verantwortung? natürlich auch. der positive trägt natürlich eine etwas höhere verantwortung als der potentielle, vermeintlich negative sexualpartner. ich bewerte das verhältnis von 60 zu 40. auch ich wurde vor knapp 15 jahren beim ungeschützten sex infiziert - ich weiß bis heute nicht, ob der damalige sexualpartner wusste, ob er HIV+ ist. ich für meinen teil habe mich mit meiner teilschuld an meiner infizierung abgefunden - ich hätte auf ein kondom bestehen müssen. dass nadja benaissa eine mitschuld trägt und dafür zur verantwortung gezogen werden musste, ist in meinen augen unstrittig. ein HIV+ mensch ohne medikation kann andere menschen viel leichter anstecken als ein mensch der medikamente regelmäßig nimmt und auch diszipliniert seine arzttermine wahrnimmt. wer als HIV+ sich einem potentiellen sexualpartner gegenüber offenbart, wird IMMER wieder feststellen, dass die andere person plötzlich nichts mehr von einem wissen möchte. von beschimpfung über fragen wie "wann stirbst du" bis hin zu androhung von gewalt wird man im laufe der zeit viele dinge erleben. dennoch immer wieder vorab von der infektion zu erzählen, ist deshalb nicht immer einfach. hier muss man ein gesundes sebstbewusstsein haben. jede vermeintlich nicht infizierte person (wann war denn der letzte HIV-antikörpertest???) sollte sich überlegen, ob sie WIRKLICH mit einem HIV+ partner safer-sex haben oder einfach nur zärtlichkeiten austauschen würde - mindestens 50% würden darauf verzichten, wenn sie wirklich ehrlich antworten. diese ausgrenzung von HIV+ menschen wird durch die derzeitigen diskussionen und das urteil noch verstärkt. hier mache ich der staatsanwaltschaft darmstadt den vorwurf, durch ihr fehlverhalten die aufklärung über HIV/AIDS um jahre zurückgeworfen zu haben. dieser prozess hätte anonymisiert und unter ausschluss der öffentlichkeit stattfinden müssen.
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  • Olaf

    schrieb am29.08.2010 - 18:40

    Auf der einen Seite kann ich die Empörung verstehen, auf der anderen aber auch überhaupt nicht. Ich finde die Freispruchforderung logisch und konsequent und freue mich, dass die DAH dies so klar und eindeutig geäußert hat. An diesem Punkt kann ich also keinerlei Empörung verstehen. Der Punkt den ich verstehen kann ist, dass alle die sich hier so negativ geäußert haben, bestimmt vor jedem ungeschützen Verkehr über das Thema HIV und wie man sich im folgenden verhalten wird, mit dem potentiellen Sexualpartner, gesprochen haben. Sie haben thematisiert, wann sie ihren letzten HIV Antikörpertest hatten (oder das sie noch nie einen hatten!) und was das für ihre eigene Infektiösität bedeutet. Sie alle wurden jedoch von dem Sexualpartner getäuscht. Sie habe die Tür offen über HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten zu sprechen so weit aufgemacht und wurden betrogen. Er/Sie hat die eigene Infektiösität verschwiegen und sie damit in eine beschissene Position gebracht, da die eigene Risikoeinschätzung damit nicht mehr möglich war und sie fühlen sich jetzt zurecht hintergangen. Habe ich das soweit richtig verstanden? Übrigens, alle HIV infizierten haben sich irgendwann selbst infiziert Und viele davon bei Sexualkontakten. Und wenn wir epidemiologischen Meinungen trauen können, dann mit hoher Wahrscheinlichkeit nach bei einem Menschen, der nicht wußte, dass er positiv ist. Soll ich damit jetzt auch alle verklagen können, die sich nicht regelmäßig testen lassen oder zumindest vor dem Sex wie o.a. das Gespräch über das Risiko geführt haben? Das Verhalten wäre, wenn wir der Argumentation des Saatsanwaltes folgen, zumindest (versuchte) fahrlässige Körperverletzung.
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  • alivenkickn

    schrieb am29.08.2010 - 20:38

    @ michaelhenker - warum schreibt man dem hiv positiven die alleinige bzw besonders maß an verantwortung zu? und was - da gebe ich dirk recht - wird in dieser ach so tollen von vorurteilen, stigma und diskriminierung freien gesellschaft gegenüber mensche mit HIV/AIDS wohl passieren? na ? na? na? RICHTIG . .es werden sich weniger testen lassen wollen. und unter diesen werden um ein vielfaches mehr menschen sein die hiv + sind. aber die wissen es ja nicht. was dann? risikogruppen intervenieren? tja da fangen wir dann mal an . . .also da wären die männlichen heten die 1 - 3 mal na brasilien, phillipinen, thailand, vietnam, ukraine . ..da geht der punk ab was ficken ohne kondom betrifft da wären die einsamen mit50gerinnen die nach kenia, dom rep fliegt . .alles heten bis jetzt und dann kommen die gays, und jeder der die mal kurz auf n bier in ne gay bar gehen . . könnt ja sein ne die junkies, die ganze strich scene und nicht zu vergessen die ca 800000 ficker äh freier von denen ein groér teil in den rotlichtbezirken der großstädte für 30 euro ohne kondom ficken gehen wat is? gibts nicht? Ich übertreibe . . das ist eher noch untertrieben typen wie du sind die ersten die nach nem rosa wimpel schreien, die mit nach harten konsequenzen brüllend geifernd durch dir strassen ziehen . . typen wie du sind wie der prinz auf m faschingswagen der kamelle unters volk schmeist - schuldzuweisungen großzügig verteilen. n alter spruch seit urzeiten lautet: wenn der schwanz steht steht der verstand still. darum geht es um verhalten. aber hey warum bei sich selbst anfangen . .der andere bitte zuerst . . . und wenn nicht, s ist ja so einfach ihm ihr dann alle schuld zuzuschieben.
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    • Michael

      antwortete am 30.08.2010 - 10:46

      Es geht doch nicht um "Schuld" oder "Teil-Schuld" an seiner Infektion, es geht darum, dass SIE WUSSTE, dass sie krank war. Kannst Du Dir vorstellen, mit jemandem Sex zu haben in dem Wissen, diesen Jemand in DIESEM MOMENT vielleicht umzubringen? Ich nehme auch niemanden in einem auto mit, von dem ich WEISS, dass es jede Sekunde auseinanderfallen und meinen Mitfahrer töten kann und sage dann hinterher: "Hättest ja nicht einzusteigen brauchen... oder mal fragen müssen!"

  • Michael

    schrieb am30.08.2010 - 10:41

    Sorry, liebe AIDS-Hilfe-Leutschen, aber: Habt Ihr 'nen Knall? Der ENTSCHEIDENDE Punkt ist: Frau Benaisa WUSSTE von ihrer Krankheit und hat damit VORSÄTZLICH das Leben ihrer Sexualpartner gefährdet. HIV-positiv zu sein mag ihr "peinlich" gewesen sein aber das rechtfertigt wohl kaum, dass sie den Tod anderer in Kauf nimmt. Sie Hätte außerdem auch OHNE sich selbnst "outen" zu müssen auf einem Kondom bestehen können, im Zweifel unter dem Vorwand sich vor möglichen Infektionen DURCH IHN schützen zu wollen. So, wie Ihr das hier darstelle, scheint es, als sei Euch ein "Sorgloserer" Umgang mit HIV durch die Infizierten ganz lieb. "Arbeitsplatzsicherung" solte ihre Grenzen haben.
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    • wassabi

      antwortete am 30.08.2010 - 23:32

      Mein lieber Herr Michael, leider wiederholen sie nur die falschen weil undurchdachten Schlussfolgerungen einiger anderer auf dieser Seite. Niemand hat den Tod in Kauf genommen. Sie haben leider keine Ahnung von HIV heute... legen sie mal die Spiegel-Ausgaben von '87 bei Seite und lesen Sie sich die informativen Seiten auf dieser Website durch... HIV ist heute ein nicht-heilbare, chronische Infektion die natürlich das Leben jedes und jeder Infizierten stark beeinflusst. ...das nur zur Klärung um was es hier geht. So und meine Frage ist, wo sprechen Sie über die Verantwortung des Sexpartners??? Warum hat er kein Kondom benutzt bzw. auf dessen Benutzung bestanden? Hat sie ihm gesagt, sie sei negativ? - Soviel ich weiß, nein. Hat sie ihn absichtlich betrunken gemacht, um ihn zum ungeschützten Sex-Verkehr zu zwingen? - Soviel ich weiß, nein. War der Sex-Partner generell oder in dem Moment willensschwach? - Nö. Also: Wir haben es mit Sex zwischen zwei erwachsenen Menschen zu tun, die offenbar nicht viel vom andern wussten, geschweige denn den HIV-Status. Jeder von beiden hätte also auf Schutz bestehen sollen! Punkt. Nochmal: Warum hat er nicht auf ein Kondom bestanden? Wieso meinte er annehmen zu können, sie hätte keine sexuell übertragbare Infektion? Wieso? Wieso hat er das fälschlicherweise angenommen? Jeder weiß, HIV sieht man niemandem an. Das war ein Fehler, aus meiner Sicht. Ein sehr bedauerlicher Fehler. Gleiches gilt für sie. Aber weil gleiches für beide gilt, möchte ich nicht nur einseitige Schuldzuweisungen sehen. Das Urteil ist aber genau eine solche. Das Urteil beantwortet nicht die Frage, die ich Ihnen hier gestellt habe: Wieso hat er auf das Kondom verzichtet? Wieso? Wieso hat er die wichtigste Verantwortung im Leben, nämlich die Verantwortung für das eigene Leben, die eigene Gesundheit an jemanden anderen abgegeben???? So etwas gibt man nicht ab! Nicht das Wichtigste. Dies sollte meines Erachtens die Botschaft sein. Denn, und da sind wir uns hoffentlich einig, wollen wir so viele Infektionen wie möglich verhindern.

    • alivenkickn

      antwortete am 01.09.2010 - 08:50

      @michael HIV ist keine tödliche krankheit mehr. sie ist heute chronisch behandelbar, führt nicht mehr wie in den 80 ger jahren zum tod weil es zum damaligen zeitpunkt keine medikamente gab. bzgl des vergleiches mit dem auto - im gegensatz zu sex mit einem HIV positiven machen sie genau das wenn sie auto fahren und jemand mitnehmen. sie nehmen ein "gesellschaftlich anerkanntes minimales Risiko in kauf wenn sie einen begleiter mitnehmen. und der begleiter nimmt dies in kauf, akzeptiert es. dabei ist es völlig unerheblich ob ein auto ne schrottkiste oder ein neuwagen ist. der trick bei der sache ist der das wir diese "denke" und das akzeptieren das auto fahren im unfall fall mit dem tod enden kann über die jahre verinnerlicht haben und uns like it or not dessen nicht bewußt sind. nichtsdestoweniger ist es im unterbewußtsein vorhanden. mit hiv jedoch verhält es sich so, das unter anderem dank der print und medien boulevardesken berichterstattungen das bild das hiv immer noch eine tödliche krankheit ist aufrechterhalten bleibt. und das ist schlicht und einfach stigmatisierend und diskriminierend. im übrigen hat es wassabi sehr gut auf den punkt gebracht.

  • Dirk

    schrieb am30.08.2010 - 23:29

    Sorry, lieber Herr Michael. Sie übersehen ja vollkommen, dass eine HIV-Infektion in westlichen Ländern heute eine gut behandelbare chronische Erkrankung darstellt. HIV ist nicht tödlich. Die junge Dame hat also kein Leben gefährdet. Dieses Urteil sichert ja geradezu die Arbeitsplätze der Leutschen in der Aids-Hilfe. Wer hat denn jetzt noch Lust zum HIV-Test zu gehen? Wenn so stigmatisiierend mit HIVpositiven umgegangen wird,dann fällt das Outing nach diesem Urteil sicher auch nicht leichter, oder?
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  • Dirk

    schrieb am30.08.2010 - 23:33

    Wer sich noch nie beim Sex hat gehen lassen, noch nie ein Risiko eingegangen ist, der werfe den ersten Stein. Guter Sex ohne Sorglosigkeit ist nicht möglich! Das könnte jeder wissen, der die Pubertät erreicht hat!
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  • alivenkickn

    schrieb am01.09.2010 - 08:38

    @wassabi sehr treffend und auf den punkt bringend formuliert.
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  • Bremer

    schrieb am01.09.2010 - 18:40

    Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, heisst es im Allgemeinen, im Falle eines positiven HIV-Antikörperstatus jedoch ist es genau anders herum. Die Botschaft, die aus diesem Urteil hervorgeht lautet: Lasse Dich nicht testen, denn wenn du positiv getestet wirst, hast du die Arschkarte gezogen, moralisch, wie juristisch. Wer sich dahingegen - trotz erheblicher Risiken - nicht testen lässt, kann sich bei Weitergabe der HIV-Infektion auf seine/ihre Unwissenheit berufen, eine in jeder Hinsicht ungesunde und traurige Realität. Das ist der eigentliche Skandal nicht nur an diesem Urteil, sondern an der gesamten rechtlichen Situation der Menschen mit HIV/Aids in Deutschland. Wenn das die Reaktion auf unsafen Sex ist, dann möchte ich einmal wissen, mit welcher Strafe jemand belegt wird, der mit einer echten Virusinfluenza in einen Bus niest....
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  • Funky

    schrieb am01.09.2010 - 20:58

    Ich bin schlicht entsetzt über die Sichtweise, die Handhabung und die Forderungen der DAH zu diesem Thema, bzw. Urteil. Nicht das Urteil, sondern eben die DAH selbst hat damit der DAH einen dramatischen Schaden zugefügt - und damit auch der HIV Prävention und ganz besonders den HIV Infizierten. Es hat mich richtig Zeit und Hirnschmalz gekostet um diese, im höchsten Maße merkwürdige DAH-Interpretation der Sachlage, überhaupt zu verstehen. Wenn also ein Gericht feststellt, dass es verboten ist jemanden wissentlich zu schädigen oder diese Möglichkeit billigend in Kauf zu nehmen und dann bestraft, meinen andere Menschen, dass sie in der Sache nicht mehr aufpassen müssen? OK??? Und dann das: "Wir sehen die Politik nun in der Pflicht, das Strafrecht der Lebensrealität anzupassen!“ Oh ja, das sehen nun wirklich fast alle so, einschließlich HIV Infizierter Freunde,- nur, in der Auswirkung genau umgekehrt proportional. Die Lebensrealität ist, dass einige Infizierte offensichtlich extrem fahrlässig mit ihrer Erkrankung umgehen und daran unbedingt und mit größtem Nachdruck gehindert werden müssen. U.a. auch deshalb, weil sie verantwortungsbewusste Infizierte mit in Verruf bringen. DAS empfindet mein Umfeld als das wahre Problem. Kein Kondom zu Nutzen ist halt gehobene Dummheit, aber wissentlich, als Infizierter keins zu nutzen oder für die Nutzung zu sorgen ist schlicht kriminell. Ich wusste noch nicht einmal, dass dieses umstritten ist. Auf den Gedanken, dass jetzt weniger Leute Kondome benutzen oder sich nicht testen lassen, weil es ja nun (amtlich bestätigt) verboten ist Menschen absichtlich anzustecken, ist wirklich völlig daneben. Ganz im Gegenteil - nun wissen die Menschen, dass es immer noch Bekloppte gibt die rücksichtslos andere Menschen in große Gefahr bringen! Die Kondom-Nutzung wird also eher steigen. Des weiteren kann einem wirklich schlecht werden, wenn man an dieser Stelle andauernd lesen muss, dass HIV ja gar nicht mehr so schlimm ist, es gäbe ja heute bessere Arznei - eine ultimative Katastrophe und schon fast kriminell! Wer, wie ich, mehrfach miterlebt hat, wie sich Infizierte quälen und sterben, oder unter den Nebenwirkungen der Medikamente leiden, könnte,- nein, muss richtig wütend werden wenn er ausgerechnet auf der DAH site jetzt so einen gefährlichen Unsinn lesen kann. Ja, es gibt heute natürlich weit bessere Behandlungsmöglichkeiten und das ist toll so aber, es bleibt dabei, dass HIV, bzw. bei Ausbruch der Krankheit dann eben Aids genannt, eine lebensgefährliche Angelegenheit war, ist und vorerst auch bleibt. Übrigens sorgt diese Unterscheidung der Begriffe bei öffentlichen Diskussionen eher für Verwirrung, da diese Unterscheidung nur wenige Menschen wirklich begriffen haben. Für die meisten ist HIV und Aids das Gleiche. Zuviel Diskussion darüber (obwohl wichtig) lenkt dann aber eher vom eigentlichen Problem ab. @Dirk: Wie viele Stein sollen´s denn sein? Ich, dutzende Freunde, Bekannte inkl. HIV-Infizierte könnten mit einer ganzen Kiesgrube um uns werfen - es ist völlig normal, heute, nachdem Aids nun wirklich bekannt ist, nur noch mit Kondom zu kopulieren (zumindest außerhalb einer Beziehung) und, glücklicher Weise auch weit mehr verbreitet als ohne Kondom rum zu machen. Ich habe ohne Ende guten und sorglosen Sex - nachdem ich für Umstände sorge, die dieses zulassen. Das ist so was von möglich und erst dann so richtig geil, weil ich nämlich keine Bedenken im Hinterkopf haben muss! @Bremer: Das ist sicher nicht die Botschaft sondern schlicht asoziales und gefährdendes Denken und Verhalten, gegen welches kein Gerichtsurteil der Welt helfen kann. Obendrein wäre ein Mensch der so handelt schlicht dumm, da er sich dann selbst die Chance nimmt rechtzeitig Hilfe zu bekommen - wobei rechtzeitig hier ein eher fragwürdiger Begriff ist. Ansonsten wird und muss es früher oder später sicher auch Urteile geben, die diesen Umstand berücksichtigen. Wer zu einer der s.g. Risikogruppen gehört, also, bewiesener maßen, z.B. viel ungeschützten Sex mit oft wechselnden Partnern hat, sollte in der Tat davon ausgehen, in Zukunft zumindest unter dem Begriff "fahrlässig" juristisch eingestuft zu werden, wenn er sich nicht testen lässt. Ansonsten finde ich natürlich jemanden, der mit einer "echten" Grippe (also der gefährlichsten Seuche der Welt, die im Laufe der Zeit viele Millionen Tote gekostet hat) im Bus fährt und von seiner Erkrankung weiß, als höchst kriminell und erwarte in der Tat eine empfindliche Strafe - falls er überlebt und noch bestraft werden kann. Ich verstehe auch nicht, dass hier viele Leute so tun als ob beabsichtigtes Seuchen-Verbreiten eine Kleinigkeit wäre. Ob nun immer tödlich oder nicht. Was soll falsch sein, an der rechtlichen Situation der HIV infizierten in Deutschland? Verhindert einfach ganz normal die Verbreitung des Virus und alles ist (juristisch) gut - hier wird im Normalfall niemand mehr wirklich stigmatisiert. Außer, man besteht weiter auf straffreie Virusverbreitung. Ich wiederhole mich daher noch einmal: Der DAH hat mit seinen Äußerungen ganz großen Schaden für die HIV Infizierten angerichtet. Dafür gibt es mit Sicherheit kein besseres Verständnis sondern viel Ablehnung.
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  • pillendreher

    schrieb am19.09.2010 - 14:04

    es ist schon ein starkes stück, wie mit zweierlei mass recht gesprochen wird. wäre frau b. ein mann gewesen, hätte kein richter eine bewährungsstrafe ausgesprochen, siehe artikel hier unter http://aidshilfe.de/de/aktuelles/meldungen/hiv-positiver-zu-18-monaten-gefaengnis-verurteilt . leider ist dies auch nicht der einzige fall, wie recherchen im netz problemlos zu belegen wissen. da nützen dem infizierten die paar tränen da auch nichts, der hat nämlich für den rest des gesamten LEBENS daran zu knabbern. einfach zum kotzen.
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